Das eherne Buch – Christian von Aster – Fantasyroman

Eine Klinge, die das Zeug dazu hat, die Welt vom Krieg zu befreien? Zu schön, um wahr zu sein?

Meine Videorezension:

Der junge Jaarn lebt in einem Hort der Bücher. Von der kriegerischen und gefährlichen Welt um ihn herum bekommt er nur wenig mit.
Doch eines Tages erfährt er, dass er der Erbe eines der großen Fürsten ist und eine Aufgabe zu erfüllen hat, die, wenn sie nur gelingt, der ganzen Welt endlich Frieden bringen würde. Eine abenteuerliche Reise beginnt und schon bald steht Jaarns Welt kopf.

Der Roman »Das eherne Buch« scheint eine klassische Geschichte zu erzählen. Das Motiv – die Heldenreise – wird aber durch zahllose Plotttwists aufgebrochen. Beim Lesen erschien es mir fast so, als wollte der Autor mit aller Macht verhindern, zu vorhersehbar zu werden.
Doch genau das ist auch eines der größten Probleme, die ich mit dem Buch hatte. Die Geschichte und auch die Charaktere beginnen klar und man kann allem folgen. Doch nach dem ersten Viertel des Buches beginnt es, durcheinanderzugeraten, sodass es mir schwerfiel, mit der Handlung mitzufiebern.
Außerdem tragen viele Figuren in dem Buch nicht nur einen Namen, sondern besitzen einen oder gar mehrere Spitznamen, die genauso häufig bei der Beschreibung und Anrede verwendet werden. Gerade in einem Fantasybuch haben Leser ja öfter mal Probleme mit den unterschiedlichen Namen der Figuren. Mit den zahlreichen Spitznamen hat der Autor der Geschichte, meiner Meinung nach, keinen Gefallen getan. Mich jedenfalls haben die verschiedenen Namen verwirrt.
Eines der größten Probleme war in meinen Augen, dass Jaarn als Protagonist zu passiv blieb. Als Leser möchte ich mit den Charakteren mitfiebern. Natürlich agiert der Protagonist gerade in den ersten Teilen einer Geschichte oft passiv. Doch Jaarn blieb dies im »ehernen Buch« bis zum Schluss.

Insgesamt ein Roman, der die große Fantasie des Autors zeigt, doch mich gleichzeitig mit seinem Aufbau nicht recht überzeugen konnte.

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