Feuer der Leere – Buchbesprechung – Robert Corvus – SciFi

Es gibt nur noch 1 Million Menschen und sie fliehen auf Großraumschiffen vor garstigen Außerirdischen. Doch ist es eine lebenswerte Existenz, wenn man niemals den Fuß auf echten Boden setzen kann, niemals den Wind in den Haaren spüren?

Meine Videorezension:

Besonders gefallen hat mir die alternative Gesellschaftsform der Menschheit, die der Autor entworfen hat. Tausende Details und die konsequente Umsetzung der Ideen lassen das Leben der Hauptpersonen real erscheinen.
Das Finale verblasst leider ein wenig angesichts des fulminanten Starts im 1. Kapitel.

Mein persönliches Highlight: der Syntho-Uterus! – Eine Vorrichtung, um Embrionen ex utero (also außerhalb der Mutter) reifen zu lassen 🙂

Fazit: Ein episches Buch, das in eine sehr komplex beschriebene SciFi-Gesellschaft entführt. Geschickt gesetzte, überrraschende Wendungen sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird.

Link zur Romanseite des Verlags.

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Die Wölfin – Phileasson Saga 3 – Bernhard Hennen/Robert Corvus – Fantasyroman

Die Wölfin zeigt sich ruhiger und weniger kompakt wie die Teile zuvor. Ich denke, dies passt zu den Landschaften aus ewigem Schnee, in die uns dieser Teil der Saga entführt.

Meine Videorezension:

Die Geschichte im dritten Teil der Phileasson Saga wirkt weniger dicht, als Teil zwei, in dem der Himmelsturm erkundet wurde. Die Abenteuer spielen in verschiedenen Orten im Norden Aventuriens und wirken stellenweise episodenhaft, doch die Autoren haben sich bemüht, Elemente zu finden, um die einzelnen Stellen zu verknüpfen (z.B. die Goblins). Der Hauptplot dreht sich um eine Seuche, die unter den Nivesen ausgebrochen ist, einem Volk, das als Nomaden in den Schneelandschaften lebt. Diese Seuche will Phileasson zusammen mit seiner Ottajasko bekämpfen, was gleichzeitig die dritte Aufgabe auf der Abenteurfahrt darstellt.

Zusätzlich besteht dieser Teil der Saga aus einer Art Verarbeitung der Geschehnisse im Himmelsturm, die nicht nur den Leser, sondern natürlich auch die Charaktere sehr mitgenommen haben und immer noch beschäftigen.

Da es sich bereits um den dritten Teil der Reihe handelt, ist es spannend zu beobachten, wie sich die Charaktere immer weiter entwickeln. Besonders die neu hinzugekommenen Figuren Praioslob und Doctore Bombastus Barraculus haben es mir angetan. Die Wölfin lebt ganz klar vom Charakterspiel zwischen den Figuren und den Autoren gelingt es immer wieder die Charaktere in spannende Konflikte miteinander und mit der Umwelt zu treiben.

Die schlichte Sprache des Romans gefällt mir. Durch die vielen Begriffe aus der Welt des Schwarzen Augen wird man schnell nach Aventurien versetzt und fühlt sich selbst auf einer Art Entdeckungsfahrt. Auch einige Gedichte/Lieder finden sich in Die Wölfin, was sehr dazu beiträgt, dass man in den Norden Aventuriens und in die Kultur der Thorwaler Einblick erhält.

Fazit
Der dritte Teil der Saga zeigt seine Stärken vor allem im Charakterspiel und führt uns schonungslos in Situationen zwischen Leben und Tod.
Ich bin gespannt, wie es im vierten Teil weitergeht.

Immer genug Muße zum Lesen
Euer Dominik Schmeller

Zur Verlagsseite des Romans.

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Lytar-Chronik 1 – Die Krone von Lytar – Richard Schwartz – Fantasy

Ein Dorf lebt seit Jahrhunderten im Frieden. Doch ein habgieriger König bringt den Krieg zu ihnen und ein blutiges Zeitalter beginnt.

Meine Videorezension:

 

Die Welt von Lytar erscheint in diesem Buch zuerst recht einfach gestrickt. Doch im Laufe der Geschichte merkt der Leser, wie viel wirklich hinter Lytar steckt. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, der Autor hätte sich von Tolkiens Mittelerde inspirieren lassen, hat dann aber etwas völlig Eigenes daraus gemacht.
Mittelerde ist eher eine mystische Welt, in der es riesige Reiche gibt, die seit Jahrhunderten existieren, und in der Elfen und Zwerge zusammen mit Menschen regieren. Lytar ist hingegen eine post-apokalyptische Welt, die nach der Katastrophe (dem Kataklysmus), der dem großen und wohlhabenden Reich Lytar widerfahren ist, in Trümmern liegt. Große Organisationen wie Königreiche scheint es kaum mehr zu geben. Vielmehr leben die Menschen für sich allein und kennen kaum etwas von der Welt um sie herum.
Gerade das Ende des Buches zeigt aber, dass Schwartz es genau wie Tolkien versteht, sehr episch zu schreiben.
Nachdem ich den ersten Teil des Romans gelesen hatte, hatte ich mir eigentlich vorgenommen, die weiteren Teile eher nicht zu lesen. Die Geschichte erschien mir dann doch zu platt, langatmig und die Personen zu austauschbar. Im Nachhinein aber muss ich sagen, dass mich die Geschihcte gefangen hat. Inzwischen bin ich gespannt auf die weiteren Teile.

Fazit:
Eine Geschichte, die sehr klassisch beginnt und dann überraschend viel Tiefgang entwickelt.

 

Seite des Verlags zum Roman:
https://www.piper.de/buecher/die-krone-von-lytar-isbn-978-3-492-28051-8

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Winter is coming – Die mittelalterliche Welt von Game of Thrones – C. Larrington – Sachbuch

Welche Anekdoten und wahren Begebenheiten stecken hinter George R. R. Martins genialem Zyklus Das Lied von  Eis und Feuer? Wer das wissen möchte, sollte unbedingt einen Blick in das Sachbuch Winter is coming von Carolyne Larrington werfen.

Meine Videorezension:

 

In diesem Buch erzählt die Autorin, welche wahren Begebenheiten aus dem Mittelalter und der Antike George R. R. Martin zu seiner Welt Westeros und Essos inspiriert haben. In dem Buch steckt wirklich jede Menge Geschichtswissen. Und all diese Fakten sind in eine angenehme Erzählweise verpackt. Die Autorin, selbst Professorin für mittelalterliche Literatur in Oxford, weiß ganz klar, wovon sie spricht.
Gerade für Fans der Reihe (der Romane oder auch der Serie Game of Thrones) ist dieses Buch nicht nur ein Hintergrundfundus, sondern auch ein Muss.
Ich selbst habe viele neue Sachen darin entdeckt. Z.B. gibt es eine ausführliche Passage über die Entstehung des Schachspiels und seine Verbindung zum Cyvasse (ein von Martin für seine Geschichte erfundenes Spiel).

Fazit:
Macht Spaß zu lesen und steckt voller Infos, die man so vielleicht nicht erwartet hätte.

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Jagd nach dem Mondstein – Die neuen Kai-Krieger 1 – Joe Dever – Fantasy-Spielbuch

Einsamer Wolf geht weiter! Wie kann ich das sagen, ohne jemals einen Band von Einsamer Wolf gespielt zu haben? Egal! Das braucht es nicht, um mit der »Jagd nach dem Mondstein« Spaß zu haben.

Am Anfang des Buches wird auf mehreren Seiten die Geschichte Einsamer Wolfs und dem Land Sommerlund beschrieben. Soweit ich das verstanden habe, handelt es sich dabei um die Geschehnisse der vielen Spielbände »Einsamer Wolf«, von denen es immerhin 20 Stück gibt. Am Ende erfahren wir vom geheimnisvollen Mondstein, dessen Kraft ein Segen für das Land sein sollte, doch der das Land so sehr verändert, dass Einsamer Wolf von Sorgen geplagt wird. Wir bekommen nun den Auftrag, eben diesen Mondstein wegzuschaffen. Und um diese gefährliche Mission dreht sich das Spielbuch. Wir brechen aus der Stadt Holmgard heimlich auf, um uns in die Länder um Bisutan und Elzian zu begeben. Unsere Reise beginnt an Bord eines Segelschiffes. Welche Gefahren werden auf uns lauern?

Bevor man mit dem Abenteuer starten kann, muss man sich erst in die Regeln einlesen. Die sind nicht zu kompliziert und übersichtlich, erlauben aber gleichzeitig eine angenehme Auswahl in der Gestaltung unseres Charakters. Ich habe mir die Regeln erst einmal komplett durchgelesen und mir danach meinen Helden »Mondstern« mit der speziellen Kai-Waffe »Alema« erstellt. Fürs reine Erstellen habe ich ungefähr 10 Minuten benötigt.

Die Welt des Einsamen Wolfs ist sehr komplex und reichhaltig. Die Völker und Wesen sind sehr phantasievoll und vielfältig. Man merkt in jedem Abschnitt, wie lange die Welt schon bespielt wird. Immerhin gibt es schon viele, viele Spielbücher, die sich mit den Abenteuern des Einsamen Wolfs beschäftigen. Auf der anderen Seite machen es all diese Namen natürlich für einen Neuling in der Serie – wie mich – schwieriger, der Geschichte zu folgen. An manchen Stellen wird man regelrecht mit Namen von Ländern, Völkern, Städten und ihren Herrschern überflutet.

Zur leichteren Orientierung enthält das Buch eine farbige (!) Karte, auf der wir unseren Weg mit dem Mondstein verfolgen können. Außerdem finden sich einige schön gezeichnete SW-Illustrationen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen, da die Seiten angenehm luftig gebunden sind. Ein besonderer Vorteil, da man bei Spielbüchern ja im Allgemeinen sehr viel hin und herblättert.

Das verwendete Kampfsystem macht Spaß, ist nicht kompliziert und erlaubt es, Kämpfe recht schnell abzuwickeln.
Zur Auswahl für unseren Helden stehen viele Sondertalente – Großmeisterdisziplinen des neuen Ordens genannt. Von diesen darf man sich bei Erstellung des Helden 5 aussuchen und sie werden tatsächlich immer wieder während des Abenteuers abgefragt. Sind also alles andere als bloße tote Hintergrundgeschichte.

Das Spielbuch enthält sogar noch einen Bonus: Ein Zusatzabenteuer mit 300 Abschnitten im Anhang, das parallel zum Hauptabenteuer des Buches spielt.

Fazit:
Ein Spielbuch in einer sehr detaillierten Welt, das auch ohne Vorkenntnisse Spaß macht. Viele Fortsetzungen stehen in Aussicht.

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Todesgruß – Astrid Plötner – Kriminalroman

Im Regionalkrimi Todesgruß erleben wir den ersten Fall von Maike Graf und Max Teubner.

Meine Videorezension:

In Unna (NRW) wird eine Zahnärztin ermordet aufgefunden. Der Fall ist seltsam, hängt der Dame doch ein großes Lebkuchenherz um den Hals mit der Aufschrift: „Ein letzter Gruß, G.“
Doch noch seltsamer ist, dass Hauptkommisarin Maike Graf schon am Abend zuvor eine Warnung von einem anonymen Anrufer erhalten hat, der den Mord an der Ärztin angekündigt hat. Steckt der Ehemann Guido hinter dem Mord? Immehin scheint er in dubiose Immobiliengeschäfte verwickelt zu sein. Oder ist es doch der Immobilienhai Gero selbst, der die Ärztin umgebracht und im Stadtpark drapiert hat?
Doch kaum ist die Polizei auf einer heißen Spur, erfolgt ein weiterer Mord. Und schon bald erschallt in Unna der Schreckensruf: Der Kirmesmörder geht um!

Der Roman hält genau das, was das Cover mit dem Wort „Spannung“ verspricht. Das Buch ist deshalb auch so spannend zu lesen, weil es so lebensecht geschrieben wurde. Nicht nur die Polizeiarbeit, sondern auch das restliche Leben der Figuren scheinen bis aufs Kleinste recherchiert und überlegt worden zu sein.
Besonders beeindruckt hat mich der Detailgrad, mit dem die Nebenfiguren des Buches geschildert wurden. Man hat das Gefühl, dass die Anwohnerin, die mal so nebenbei befragt wird, genauso ein „echtes“ Leben und Vorstellungen hat, wie die Hauptpersonen in Form der ermittelnden Polizisten.

Fazit:
Ein Roman, der nicht nur spannend ist, sondern auch einen tollen Blick in das Leben einiger interessanten Figuren in Unna zulässt.

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Der verwaiste Thron – Midkemia-Saga 2 – Raymond Feist – Fantasyroman

Der verwaiste Thron ist der zweite Teil der Midkemia-Saga von Raymond Feist (Neuauflage 2016 – Blanvalet). In diesem Fantasyroman wird der Fortgang des Spaltkrieges beschrieben und wir erfahren, wie es mit den Hauptpersonen aus Teil 1 weitergeht.

Meine Videorezension:

Wir begleiten Pug auf seinen Abenteuern in der fremden Welt der Tsuranis, in die er als Kriegsgefangener gelangt ist. Erst muss er viele Jahre als Sklave arbeiten, kann sich dann aber beweisen und wird tatsächlich als Magier ausgebildet, nachdem sein Talent erkannt worden ist.
Tomas kämpft für seine Heimat in Midkemia gegen die Tsuranis. Außerdem wird seine Beziehung zur Königin der Elben immer intensiver. Eine Beziehung, die eigentlich nicht sein darf…
Der Fürst Arutha kämpft ebenfalls für seine Heimat und bricht verzweifelt zu einer gefährliche Reise auf, um Verstärkung in Krondor zu erbeten.

Die Charaktere sind auch in diesem Roman gut ausgearbeitet, doch fehlt wieder eine Liste der Personen. Es spielen wirklich sehr viele Personen im Roman mit und es ist schwer, nicht den Überblick zu verlieren.

Die Karte im Buch ist schön gestaltet und die Einzelheiten, die Feist uns hier über seine erschaffenen Welten verrät, sind interessant und lassen diese Welten sehr glaubwürdig erscheinen.

Fazit:
Der zweite Teil einer Reihe, in der über die Spaltkriege in Midkemia erzählt wird. Geht tiefer als Teil 1, konnte mich aber nicht völlig mitreißen.

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Hammer of the North (1) – Die Söhne des Wanderers – H. Harrison/J. Holm – Fantasyroman

In Hammer of the North – Die Söhne des Wanderers von H. Harrison/J. Holm werden wir von eiserner Faust gepackt und in das England der Wikingerzeit geschleudert. Wenn man diesen Roman liest, kann man wirklich ganz tief in die kriegerische Welt der Wikinger eintauchen. Und entdeckt ein Englang, das es so nie gegeben hat. Ein England unter der Herrschaft der Nordmänner.

Meine Videorezension:

Handlung
Die Nordmänner landen in England und wollen sich für ihren ermordeten Anführer an den Königreichen der Insel rächen. Wir erleben diese Eroberung unter anderem aus den Augen des Jungen Shef, der selbst unter widrigen Umständen im strengen England aufwächst. Im Laufe des Romans rollte nicht nur der Krieg über die englische Insel, sondern wir können auch die Entwicklung von Shef beobachten, wie er sich durch Schläue und Fleiß von einem Sklaven zum Anführer hocharbeitet. All dies wird überschattet von den schwierigen Familienverhältnissen des Jungen, bei denen sein Stiefvater – von den Wikingern verstümmelt – und sein Halbbruder ihm nach dem Leben trachten.

Im Roman wird immer wieder darauf eingegangen, dass die Kirche in England oft der Grund für alles Übel ist, anstatt die Erlösung, als die sie sich darstellt. Dies ist natürlich eine moderne Sichtweise, passt aber in den Roman, da vor allem Shef vom Geist her ein eher moderner Charakter ist, der viel hinterfrägt und die technische  Entwicklung des Krieges vorantreibt.
Die mystischen Elemente, die einen Teil des Buches einnehmen, sind mir manchmal ein bisschen zu schwammig geblieben. Da hätte ich mir vielleicht eine andere Umsetzung gewünscht. Zum Ende hin wird aber auch dieser Teil des Buches sinnvoll und „rund“ abgeschlossen.
Ganz klar fehlt eine Karte in dem Buch, denn kaum ein Leser wird mit dem frühmittelalterlichen England vertraut sein und wissen wo auf der Insel die Königreiche Northumbria und Wessex lagen. Da recht viel gereist wird, könnte man auf einer solchen Karte die Strecken zwischen den Orten viel besser abschätzen und sich generell besser orientieren.

Sprache
Die oft wechselnde Perpektive ist hier sicher ein Manko, das mir unangenehm auffällt. Führt es doch manchmal zur Verwirrung in den Kapiteln.
Doch andererseits besticht die Sprache mit Klarheit und vielen Begriffen aus der Welt der Wikinger, die den Leser ganz tief in die  Geschichte ziehen.

Fazit
Mit „Die Söhne des Wanderers“ beginnt ein Epos, das uns in die Welt der Wikinger führt und diese wirklich leben lässt. Da es sich um „alternative Geschichte“ handelt, bin ich gespannt, wo uns die Autoren in den weiteren Bänden hinführen werden. Eigentlich ist alles möglich. Ich bin gespannt.

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Das Vermächtnis des Zauberers – Welt der 1000 Abenteuer – Jens Schumacher – Fantasy-Spielbuch

Das Vermächtnis des Zauberers ist das erste Spielbuch (außerhalb von Das schwarze Auge), das ich seit vielen Jahren gelesen habe. Ich mag es, von Abschnitt zu Abschnitt zu springen und zu sehen, wie sich die Handlung auf meine Entscheidungen hin entwickelt.

Cover Vermächtnis

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Die Geschichte dreht sich um ein Königreich, dessen magischer Schutz allmählich schwächer wird und das drauf und dran ist, von einer Horde Finsterlinge überrollt zu werden. So muss ein trotteliger Vielfraß drei Teile eines verschollenen Zauberstabs finden und wir werden zusammen mit ihm ausgeschickt, um eben diesem Trottel auf seinem Weg beizustehen. Glücklicherweise hat der Dicke nicht viel zu sagen, sodass wir alle Entscheidungen nahezu alleine treffen dürfen.
Es entwickelt sich eine rasante Reise durch ein vielfältig gestaltetes Königreich, während der wir verzweifelt versuchen, die Teile des verschollenen Zauberstabs zu finden. Doch dies stellt sich natürlich nicht als allzu leicht heraus.

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Neuauflag von Schumachers 1. Spielbuch zu dieser Reihe. Die Welt und auch die Geschichte ist fantasievoll ausgedacht und hält einige Überraschungen bereit. Auffällig ist auch die Hommage an Tolkien: Wir treffen auf einen Drachen in einem einsamen Berg nahe eines großen Sees. Er will uns fressen, wenn wir nicht einen Rätselwettbewerb gegen ihn bestehen. Wenn das mal nicht an Smaug und Gollum erinnert…

Besonders zu erwähnen sind die schönen Innenillustrationen, die zahlreich in dem fast 300 Seiten starken Buch zu finden sind. Ebenfalls gefällt mir, dass das Buch immer wieder darauf eingeht, welche Ausrüstung wir uns auf dem Weg eingesammelt haben.
Die Geschichte entwickelt sich spannend und es macht Spaß, den Wendungen zu folgen. Gleichzeitig sind die Welt und die Charaktere mit dem einen oder anderen Augenzwinkern geschildert. Es ist witzig, die Passagen zu lesen und immer tiefer in diese Welt einzutauchen.
Es stellt sich als nicht ganz leicht heraus, die Aufgabe zu erfüllen, für die wir ausgezogen sind. Doch mir hat es Spaß gemacht, die verschiedenen Wege auszuprobieren und zu sehen, welcher letztendlich ans Ziel führt. Einziger Kritikpunkt von meiner Seite: teilweise scheint der Weg etwas linear und es ist kaum möglich die Reihenfolge der Ereignisse zu verändern.

Wer auf Spielbücher steht und gerne eine neue, locker geschilderte, aber gefährliche Welt erkunden will, dem kann ich Das Vermächtnis des Zauberers empfehlen.

 

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Der Lehrling des Magiers – Midkemia Saga 1 – Raymond Feist – Fantasyroman

In Der Lehrling des Magiers von Raymond Feist erleben wir die ersten Schritte in die Welt Midkemia, die Feist in vielen Folgeromanen und Reihen weiter ausbaut. Lohnt sich die Reise in den Kontinent Midkemia?

Meine Videorezension:

Handlung
Ein 13-jähriger Junge lebt bescheiden in einer kleinen Stadt am Meer. Wir begleiten ihn auf seiner Jagd nach Krabben. Doch er wird von einem Sturm überrascht und schließlich von einem Magier und seinem Gehilfen gerettet.
Pug wird Lehrling bei diesem Magier, der am Hofe des Herzogs arbeitet. So gelangt Pug bald in höhere Kreise und es gelingt ihm sogar, durch eine Heldentat zum Junker aufzusteigen.
Bis hierher verläuft das Buch in »geordneten Bahnen«, dann – ungefähr nach dem ersten Viertel des Romans – erscheint ein geheimnisvoller Feind an der Küste. Menschen aus einer anderen Dimension! Sind sie wirklich mit ihrem Schiff nur an der Küste gestrandet? Oder bereiten sie eine Invasion Midkemias vor?

Charaktere
Pug ist ohne Zweifel der Hauptcharakter der ersten drei Viertel des Romans. Wir erleben, wie der Junge heranwächst, seine Fähigkeiten entwickelt und die Welt entdeckt.
Insgesamt sind die Charaktere sehr verschieden und auch interessant. Da es jedoch sehr viele unterschiedliche Charaktere gibt, hätte eine Personenliste – vielleicht mit Stammbaum – im Anhang sehr geholfen.

Welt
Midkemia ist sehr klassisch und scheint größtenteils an Tolkiens Mittelerde angelehnt. Da es in dieser Reihe sehr viele Bände gibt, wird die Welt sicher von Roman zu Roman bereichert. Ich freue mich darauf, Midkemia noch weiter zu entdecken. Hier in Band 1 konnte mir die Welt noch nicht so sehr ans Herz wachsen. Die beschriebenen Passagen wirkten noch recht austauschbar. Trotz langer Reise der Hauptpersonen durch das Land bin ich noch nicht wirklich dort angekommen. Die beschriebene Landschaft wirkt steril und atmet nicht zwischen den Buchseiten.

Sprache
Die Sprache ist angenehm, sticht aber weder positiv noch negativ heraus. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der auktoriale Erzähler. In modernen Büchern findet man meist einen personellen Erzähler.

Fazit
Der Auftakt zu einer Reihe, die sehr interessant werden könnte. Der erste Band geizt ein wenig mit Spannung und lässt noch viel Luft nach oben.

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