1497 – Rupes Picarum – Hexenmeister Jakob Wolff – Mystery-Roman

In dieser Episode der Reihe „Hexenmeister Jakob Wolff“ von Tanja Kummer (inzwischen die dritte aus der Feder der Autorin und die dritte Episode der Reihe, chronologisch gesehen), wird Jakob vor Probleme gestellt, die unmöglich und vor allem auch unlösbar zu sein scheinen.

Meine Videorezension zum Buch:

Handlung:
Die Episode „1497 – Rupes Picarum“ spinnt die Geschichte von Jakob und Lilo weiter.
Zunächst wird der Leser in einen Strudel der Verwirrung geworfen und versteht erst allmählich, dass die Wiederholungen am Anfang des Romans (die ersten 10 Kapitel heißen alle gleich!) beabsichtigt sind. Jakob befindet sich nämlich in einer Art Zeitschleife und es scheint gar nicht so einfach, dort wieder herauszukommen.
Im Mittelteil des Buches bekommt es Jakob dann mit einem Erz-Bösewicht zu tun, der unbesiegbar erscheint.
Zum Ende hin kümmert sich die Geschichte mehr um Jakobs Innenleben, denn schwere Entscheidungen stehen an und Jakob lässt sein bisheriges Leben Revue passieren.

Insgesamt gliedert sich das Buch in die oben genannten drei Teile. Diese sind von der Handlung her so unterschiedlich, dass es mir bei jedem Wechsel vorkam, als begänne ein komplett neuer Roman.

Charaktere:
Der Bösewicht der Geschichte ist wunderbar gelungen. Nicht nur abgrundtief böse, sondern auch ohne Reue und gefährlich, hat Tanja Kummer Jakobs Gegenspieler entworfen. Fragt sich nur, was da in späteren Episoden noch kommen soll. Wie soll da noch was draufgelegt werden?

Nicht so gut gefallen mir teilweise die „Gaben“ einiger der Charaktere. Fast erscheinen sie willkürlich. Ich erinnere mich dabei an die Reizwortgeschichten aus der Schule, bei der man scheinbar wahllose Worte zu einer Geschichte verbinden sollte. Fast scheint es auch hier so. Wurden die „Gaben“ der Charaktere zuerst ausgewählt und dann versucht diese irgendwie in die Geschichte einzubauen? Die Stärke der „Gaben“ variiert auf alle Fälle sehr stark, von gottgleicher Zauberer bis Gärtner mit dem grünen Daumen.
Ich bin gespannt, was Tanja Kummer da noch rausholt. Meiner Meinung steckt in den „Gaben“ noch mehr Potential.(Ich erinnere mich da gerne an die Reihe „Zauberer“ von Michael Peinkofer).

Sprache:
Der Roman ist sehr eindringlich geschrieben und packte mich beim Lesen emotional. Für mich inzwischen ein Markenzeichen der Autoren: das Glaubhaftmachen von Emotionen.

Fazit:
Spannende Geschichte, der man ihren episodenhaften Charakter anmerkt (Teil einer Reihe!). Kurzweilig zu lesen und mit mehreren Aha-Effekten.

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