Drachenmahr – Robert Corvus – Fantasyroman – Piper

In Drachenmahr begleiten wir die junge Gardistin Zarria Machon bei der Aufklärung eines Mordes. Schon bald führt uns die Geschichte in die Mühlen der Macht und in die Intrigen der Mächtigen einer Stadt.

Meine Videorezension zum Buch:

Welt:
Die Geschichte spielt in der Stadt Koda, die von sieben mächtigen Häusern gelenkt wird und vom leidenden Land umgeben ist. Dieses Sumpfgebiet beherbergt stöhende Geister und isoliert die Stadt vollkommen. Niemand weiß, was hinter dem leidenden Land liegt und was es mit den Geistern auf sich hat.
Der religiöse HERR der Stadt ist der DRACHE, der in einer mächtigen Kathedrale über der Stadt von der Drachenmeisterin in Ketten gehalten wird.
Die weltliche Macht über die Geschicke der Bewohner halten die hohen Häuser, allen voran das Haus Rubinsteyn, in ihren Händen. Der Alltag in der Stadt wird durch die Machtkämpfe zwischen den hohen Häusern und ihren Intrigen bestimmt.

Charaktere:
Wir erleben die Geschichte durch das Auge (!) von Zarria Machon, einer 18jährigen Frau, die vor kurzem zur Stadtgardistin ernannt worden ist. Ihre Familie, allen voran ihr Vater, ist nicht begeistert von ihrer Wahl. Denn Zarria ist eine Machon, ein Mitglied eines der hohen Häuser, und ihre Aufgabe wäre doch vielmehr, günstig zu heiraten, um den Stand ihrer Familie zu erhöhen.

Handlung:
Die Geister, die das leidende Land um die Stadt bevölkern, beginnen damit, Menschen anzugreifen. Niemand kann sich erklären, was dahinter steckt, da niemand weiß, woher die Geister stammen.
Zur gleichen Zeit gibt es einen Mord an Gerro Rubinsteyn, dem Obristen der Drachengarde.
Am Anfang des Romans wird Zarrias Mördersuche beschrieben und man wähnt sich schon in einem Krimi mit Fantasysetting.
Doch dann erscheinen religiöse Motive auf der Bühne und die Geschichte dreht sich komplett in eine andere Richtung.
Was haben die Mönche mit dem Mord zu tun? Was wissen sie über das Symbol des Kreuzes, das sich auf der Mordwaffe findet und das niemand in der Stadt mehr kennt?
Zarria entdeckt, was wirklich hinter den Vorgängen in der Stadt steckt, und vor allem erkennt sie, was wirklich in ihr selbst steckt.

Sprache:
Der Roman ist in der 1. Person verfasst und zeigt uns die Gedanken von Zarria Machon.
Die 1. Person ist für Fantasyromane eher selten, hier passt sie jedoch sehr gut hin.
Auf mich wirkten die Gedankengänge im Text manchmal ein wenig sprunghaft, sodass ich Probleme hatte, der Handlung und Zarrias Gedanken immer einhundert Prozent zu folgen.

Fazit:
Drachenmahr ist ein faszinierendes Werk mit einer grandiosen und düsteren Weltidee und einer guten Umsetzung derselben. Besonders gelungen: Die Verbindung zum Christentum als “untergegangene” Religion.
Lohnt sich zu lesen!

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